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Durch Mücken übertragene Krankheiten

Mücken stellen als Überträger schwerer Krankheiten eine Herausforderung für die Länder dar, in denen sie leben. Insektizid-Sprühkampagnen sind sehr teuer, und die Insekten entwickeln Resistenzen, passen sich den neuen Gegebenheiten einfach an. Derzeit werden Versuche durchgeführt, bei denen eine große Anzahl von sterilisierten Männchen oder Bakterienträgern freigesetzt werden, die für die Eier schädlich sind. Bis es dazu Ergebnisse gibt, ist Schutz die beste Sicherheit.

Die bedeutendsten Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden, sind:

GELBFIEBER-IMPFUNG

Gelbfieber ist eine sehr schwere Virusinfektion, die zum Tod führen kann. Sie ist in einigen Ländern Südamerikas und Afrikas weit verbreitet und führt jährlich zu fast 60.000 Todesfällen. In einigen gefährdeten Ländern ist eine Impfung gegen Gelbfieber Pflicht, in anderen nicht. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die Impfung allen Reisenden, die sich in Risikogebieten aufhalten oder diese durchqueren.

Ursprung

Das Gelbfiebervirus wird durch die „Aedes“-Mücke auf den Menschen übertragen. Sie sticht tagsüber zu und ist auch für die Ausbreitung anderer tropischer Krankheiten wie Dengue-, Zika- und Chikungunya-Fieber verantwortlich.

Symptome

Fieber, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit.

Komplikationen: Blutungen aus Nase, Augen, Mund und Magen, Bauchschmerzen, Lebererkrankungen, Gelbsucht, Tod. Es gibt keine spezifische medizinische Behandlung für Gelbfieber. Der einzige Schutz ist die Impfung, die fast zu 100 % wirksam ist.

Impfung

Die Impfung wird in einem zugelassenen Zentrum durchgeführt und in einen internationalen (gelben) Pass eingetragen.

Die Impfung ist nach 10 Tagen wirksam.

Den neuen Bestimmungen der Weltgesundheitsorganisation (Juli 2016) zufolge bietet sie lebenslangen Schutz, außer in besonderen Fällen: Säuglinge, immungeschwächte Personen und Schwangere, wenn der Impfstoff während der Schwangerschaft verabreicht wird.

Aus rein administrativen Gründen verlangen einige Länder einen internationalen Impfpass mit einer Gültigkeit von 10 Jahren.

Vorsichtsmaßnahmen

Es ist wichtig, Vorsichtsmaßnahmen gegen Mückenstiche zu treffen, indem man Abwehrmittel versprüht, Arme und Beine bedeckt, helle Kleidung trägt, unter einem Moskitonetz schläft, das ebenfalls mit einem Abwehrmittel eingesprüht und an den Seiten fest unter die Matratze geschoben ist, ständig die Klimaanlage laufen lässt, Anti-Mücken-Diffusoren aktiviert ...

Abwehrmittel wirken nur für ein paar Stunden, man muss sie regelmäßig neu auftragen.

DENGUE-, CHIKUNGUNYA-, ZIKA-FIEBER – KEINE IMPFUNG

Diese drei Infektionskrankheiten sind in Südostasien, Indien, der Karibik, Mittelamerika, Südamerika, Afrika, den Pazifik-Inseln und sogar in Nordaustralien verbreitet. Sie rufen sehr ähnliche Symptome hervor und sind in der Regel harmlos für Touristen, die nicht lange in diesen Gebieten bleiben.

Ursprung

Dengue, Chikungunya und Zika werden durch die „Aedes“- Mücke übertragen, die auch Gelbfieber verursacht. Sie sticht tagsüber und ist sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten zu finden.

  • Symptome des Dengue-Fiebers

Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, trockener Husten, niedrige Herzfrequenz, rote Flecken auf der Haut.

Komplikationen: Erbrechen, Bauchschmerzen, Blutungen.

  • Symptome des Chikungunya-Fiebers

Hohes Fieber, Gelenk- und Muskelschmerzen, geschwollene Hände und Füße, Ausschlag, Zahnfleischbluten.

  • Symptome des Zika-Fiebers

Fieber, Kopfschmerzen, rote Augen, Müdigkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, neurologische Beeinträchtigungen und Hautausschlag.

Während der Schwangerschaft kann Zika auf das Kind übertragen werden und schwere neurologische Schäden am Fötus verursachen.

Behandlung

Diese Erkrankungen werden mit Paracetamol und nichtsteroidalen Entzündungshemmern behandelt.

Vorsichtsmaßnahmen

Schützen Sie sich vor Mückenstichen, indem Sie sich mit Abwehrmittel einsprühen, Ihre Arme und Beine bedecken, helle Kleidung tragen, ständig Klimaanlagen benutzen, Anti-Mücken-Diffusoren aktivieren.... Da Abwehrmittel nur für wenige Stunden wirken, sollten Sie sie regelmäßig neu auftragen.

MALARIA – KEINE IMPFUNG

Malaria, auch bekannt als Sumpffieber, ist eine für heiße, feuchte Regionen typische Infektionskrankheit, die tödlich sein kann, wenn sie nicht schnell und richtig behandelt wird.

Ursprung

Der Parasit, der Malaria verursacht, wird durch eine „Anopheles“-Mücke auf den Menschen übertragen. Sie sticht im Allgemeinen nachts, zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Diese Insekten leben unterhalb von 1.500/2.000 Meter Höhe. Sie sind häufig in afrikanischen Städten und je nach Jahreszeit auch in anderen Regionen zu finden.

Symptome

Hohes Fieber, Kopfschmerzen, Grippe, Erschöpfung, Erbrechen, Durchfall.

Vorsichtsmaßnahmen

Es gibt keinen Impfstoff gegen Malaria. Es ist wichtig, Vorsichtsmaßnahmen gegen Mückenstiche in der Dämmerung und nachts zu treffen, indem man Abwehrmittel versprüht, Arme und Beine bedeckt, helle Kleidung trägt, unter einem Moskitonetz schläft, das mit einem Abwehrmittel eingesprüht und an den Seiten unter die Matratze gesteckt ist, ständig die Klimaanlage laufen lässt, Anti-Mücken-Diffusoren aktiviert ...

Abwehrmittel wirken nur für ein paar Stunden, nicht die ganze Nacht. Man muss sie also regelmäßig neu auftragen.

Eine präventive medikamentöse Therapie existiert, ist aber nicht zu 100 % wirksam. Sie wird von Ihrem Arzt verordnet und muss vor der Abreise, während der Reise und auch nach der Rückkehr durchgeführt werden.

Wenn Sie eine der oben beschriebenen Beschwerden bis zu drei Monate nach Ihrer Rückkehr verspüren, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

JAPANISCHE ENZEPHALITIS - IMPFUNG

Die Japanische Enzephalitis ist eine schwere Viruserkrankung, die in Teilen Indiens und Südostasiens grassiert. Sie kann tödlich sein.

Ursprung

Die Japanische Enzephalitis wird von der „Culex“-Mücke übertragen, die von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang sticht. Sie lebt zwischen April und Dezember in kontinentalen Regionen und das ganze Jahr über auf tropischen Inseln.

Sie ist häufig in ländlichen Gebieten mit überschwemmten Reisfeldern anzutreffen.

Symptome

Fieber, Kopfschmerzen, Nackensteife, allgemeines Unwohlsein.

Komplikationen: Krämpfe, Koma, Tod.

Impfung

Die Impfung wird Reisenden angeboten, die sich in Hochrisikogebiete und ländliche Gegenden begeben.

Der Impfstoff wird ab einem Alter von 2 Monaten verabreicht.

Zwei Injektionen sind notwendig, in einem Zeitabstand von maximal 28 Tagen.

Auffrischung innerhalb von 12 bis 24 Monaten.

Vorsichtsmaßnahmen

Der Impfstoff wird nicht für gewöhnliche Touristen oder Geschäftsreisende angeboten. Es wird empfohlen, sich gegen Mückenstiche in der Dämmerung und während der Nacht zu schützen, indem man Abwehrmittel versprüht, Arme und Beine bedeckt, helle Kleidung trägt, unter einem Moskitonetz schläft, das mit einem Abwehrmittel eingesprüht und an den Seiten unter die Matratze gesteckt ist, ständig die Klimaanlage laufen lässt, Anti-Mücken-Diffusoren aktiviert. Abwehrmittel wirken nur für ein paar Stunden, nicht die ganze Nacht. Man muss sie also regelmäßig neu auftragen.