Pressekommuniqué

des ständigen Ausschusses

des Provinzialrates von Lüttich

 

 

Sitzung vom 30. Januar 2003

 

 

 

 

HAUSHALTSPLÄNE DER STÄDTE UND GEMEINDEN

 

Die Haushaltspläne der Stadt Eupen und der Gemeinden Blegny, Bütgenbach, Chaudfontaine, Jalhay, Nandrin, Sprimont, Trooz, Villers-le-Bouillet und Wanze sind vom ständigen Ausschuss genehmigt worden.

 

Im Rahmen seiner Aufsichtsaufgaben hat der ständige Ausschuss des Provinzialrates von Lüttich auf Vorschlag von Herrn Gaston GÉRARD, Ausschussmitglied, die Prüfung der bis dato eingegangenen Haushaltspläne der Städte und Gemeinden der Provinz Lüttich fortgeführt.

 

Diesen Donnerstag hat der ständige Ausschuss die Haushaltspläne 2003 der Stadt Eupen und der Gemeinden Blegny, Bütgenbach, Chaudfontaine, Jalhay, Nandrin, Sprimont, Trooz, Villers-le-Bouillet und Wanze genehmigt.

 

UNTERRICHTSWESEN

 

Im Rahmen seiner Zuständigkeit im Bereich Unterrichtswesen und Ausbildung hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn André GILLES, Ausschussmitglied, folgende Dossiers genehmigt:

 

Pädagogische Reise nach Galway und Dublin für Schüler des provinzialen Athenäums Guy Lang von Flémalle

 

Die Provinz Lüttich, Organisationsträger des provinzialen Athenäums Guy Lang von Flémalle, hat die pädagogische Reise genehmigt, die Schüler des 4., 5. und 6. Jahres vom 27. April bis zum 1. Mai 2003 in Begleitung von 3 Lehrern nach Galway und Dublin geplant haben.

 

Mit dieser Reise werden linguistische, kulturelle, historische, relationelle und literarische Ziele verfolgt.

 

ARBEITEN

 

Im Rahmen seiner Kompetenzen im Bereich Arbeiten hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE, Ausschussmitglied, folgende Durchführungen genehmigt:

 

Wiedereinsetzung einer Parkanlage im zweckentfremdeten Beizugsgebiet des Standortes SAE/VE 125, „Carderie verviétoise“

 

Die Parzelle mit der Katasternummer 1461 f, d.h. eine Parkanlage mit einer Fläche von 54 a 17 ca, ist im zweckentfremdeten Beizugsgebiet des Standortes SAE/VE 125, „Carderie verviétoise“ wieder eingesetzt worden. Mit der späteren Sanierung des Standortes durch die SORASI kann das Immobiliengut der Provinz nur valorisiert werden.

 

Hinsichtlich einer Konzertierung über einen Renovierungsplan bzw. Rückbau der Stadt Verviers soll somit verhindert werden, dass der Konkursverwalter der Gesellschaft „Carderie verviétoise“ das sanierungsbedürftige Gebäude veräußert und dadurch eine hässliche Baulücke inmitten einer sanierten Stelle entsteht. Mit diesem Verfahren wird die Provinz Lüttich automatisch in spätere städtebauliche Planungen, u.a. in bezug auf einen möglichen Ausbau des IPES-Instituts von Verviers und auf die Zufahrten zum Institut und zum Altenheim, mit einbezogen. Bei eventueller Durchführung eines städtebaulichen Renovierungsplans kann die Provinz Lüttich Zuschüsse der Wallonischen Region beanspruchen.

 

Mittelalterliches Schloss von Logne

 

Restaurierung der Holzbrücke zum Schloss von Logne

 

Unterhalt der Provinzialstrassen

 

Der ständige Ausschuss hat im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens die öffentlichen Aufträge für den Unterhalt der Provinzialstrassen für 2003 vergeben:

 

·        Abschnitt Grez-Doiceau – Hannut für 13.433,42 €

·        Abschnitt Ans – Glons für 36.416,16 €

 

Klassierte Gebäude

 

Flémalle - Chockier: Restaurierung der Orgel der Kirche Saint-Marcellin, Eigentum der Kirchefabrik

 

Dreijahresprogramme

 

Im Rahmen der Dreijahresprogramme über Investitionen öffentlichen Interesses hat der ständige Ausschuss, auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE, Mitglied des ständigen Ausschusses, folgendes Projekt gutgeheißen:

 

Huy: Erneuerungsarbeiten rue du Rouge Fossé

Ferrières: Straßenanlage der Route Saint-Roch

 

MATERIALANKAUF

 

Der ständige Ausschuss hat auf Vorschlag von Herrn Gaston GÉRARD, Ausschussmitglied, folgendes Dossiers genehmigt:

 

Prinzessin-Astrid-Zentrum der Provinz Lüttich

 

Ankauf von 15 Wäschekarren mit Überzug für 7.816,29 €

 

WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG

 

Im Rahmen seiner Kompetenzen im ökonomischen Bereich hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Joseph MOXHET, Ausschussmitglied, folgendes Dossiers genehmigt:

 

Beitrag der Provinz Lüttich an die Euregio Maas Rhein

 

Seit Anfang der neunziger Jahre haben die 5 Partnerregionen der Euregio Maas Rhein – Belgisch Limburg, Provinz Lüttich, Deutschsprachige Gemeinschaft, Niederländisch Limburg und Regio Aachen – beschlossen, zielstrebig zusammenzuarbeiten.

 

Mit diesen Synergien soll vor allem der Mehrwert einer engeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit valorisiert werden.

 

Die EUREGIO MAAS-RHEIN ergreift zur Zeit euregionale Initiativen in 4 großen Kommission: Die Kommission Wirtschaft, Mittelstand, Technologie, Ausbildung, Qualifizierung und Arbeitsmarkt, die Kommission Natur, Umwelt und Transport, die Kommission Gesundheit, Soziales und Sicherheit und die Kommission Jugend, Sozialfragen und euregionale Kultur und Identität. In diesen Kommissionen arbeiten Gremien und Organismen, wie Behörden, Handelskammern, Universitäten, Verkehrsämtern, Gewerkschaften oder Arbeitgeberverbände zusammen.

Zur Ausführung dieser Ziele steuert jede Partnerregion ihren Beitrag an die Euregio Maas-Rhein bei. Für 2003 leistet die Provinz Lüttich somit 68.067 €.

 

GESUNDHEIT

 

Im Rahmen seiner Kompetenzen im Bereich Gesundheit hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE, Ausschussmitglied folgenden Punkt gebilligt:

 

Die Provinz Lüttich unterstützt die Stiftung Léon Frédéricq bei der Organisation eines Klavierkonzertes zugunsten der medizinischen Forschung an 20. März 2003 im Konservatorium von Lüttich

 

Die Stiftung Léon Frédéricq setzt sich für die medizinische Forschung und insbesondere für die Ausbildung junger Forscher durch Stipendien ein. Die Provinz Lüttich unterstützt daher auch regelmäßig die Aktivitäten der Stiftung. Am kommenden 20. März ist dies wieder der Fall: Die Stiftung organisiert im Konservatorium von Lüttich ein Benefizkonzert mit Nikolaev Guenov, Lehrbeauftragter am Königlichen Konservatorium von Lüttich.

 

UMWELTSCHUTZ

 

Im Rahmen seiner Umweltpolitik hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE, Ausschussmitglied, folgenden Punkt genehmigt:

 

Die Provinz Lüttich erneuert ihren Beitrag an den Lenkungsausschuss des Vertrages über die Wasserläufe „Ourthe et Affluents“ in Höhe von 2.500 €

 

Im Rahmen der Teilnahme der Provinz Lüttich am Lenkungsausschuss des Vertrages über die Wasserläufe „Ourthe et Affluents“ hat der ständige Ausschuss des Provinzialrates von Lüttich die Auszahlung des Beitrags von 2.500 € genehmigt.

 

Seit 1998 haben die Partner des Vertrages – die Provinzen Lüttich und Luxemburg, die Gemeinden Comblain-au-Pont, Esneux, Sprimont, Chaudfontaine, Erezée, Gouvy, Habbay, Houffalize, La Roche en Ardenne, Marche-en-Famenne, Saint-Ode, Florenville und die Städte Lüttich, Bastogne und Durbuy – sich gemeinsame Ziele zur Restaurierung, zum Schutz und zur Valorisierung der Wasserressourcen des Gebietes gesetzt.

 

 

 

 

SOZIALE ANGELEGENHEITEN

 

Im Rahmen seiner Politik im Bereich Soziale Angelegenheiten hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Olivier HAMAL, Ausschussmitglied, folgenden Punkt gutgeheißen:

 

Schaffung eines Erste-Hilfe-Teams bei Selbstmordversuchen in geschlossenen Anstalten der Provinz Lüttich

 

Im Rahmen der provinzialen Kommission „Selbstmord“ und angesichts dessen was in den Schulanstalten und Unternehmen unternommen wurde, wird in diesem Jahr ein Erste-Hilfe-Team bei Selbstmordversuchen in geschlossenen Anstalten versuchsweise organisiert.

 

Auf Vorschlag der Services de Santé mentale (Dienst für geistige Gesundheit) (SSM) und der Aide aux Justiciables (Hilfe für Verurteilte) (ASJ) des AIGS wird diese Hilfe nur bei Selbstmord mit Todesfolge eines Inhaftierten gewährleistet. Dieses Projekt betrifft die Anstalten von Lantin, Verviers, Huy und Marneffe.

 

Die Anfrage auf Unterstützung muss von Inhaftierten ausgehen, die in direktem oder indirektem Kontakt mit dem Selbstmord oder der verstorbenen Person stehen. Einem Verantwortlichen der Anstalt obliegt es, zu überprüfen, ob das Eingreifen dieser Mannschaft relevant ist, bevor eine Außendienststelle damit beauftragt wird. Die Anfrage geschieht über die Justizberater, die die Anfrage parallel dazu zum Haus für Soziales und dem Koordinator der AIGS weiterleiten.

 

Die Hilfeleistung besteht aus zwei Gruppendiskussionssitzungen von jeweils 1.30 Stunde. Diese Sitzungen finden in den Räumlichkeiten des Gefängnisses statt, ohne Wächter, um die Vertraulichkeit zu gewährleisten. Diese Sitzungen sind nicht als Therapie zu betrachten, da sie vor allem darauf hinzielen, die Gefangenen für die Problematik Selbstmord zu sensibilisieren.

 

Dieses Projekt wird versuchsweise während eines Jahres durchgeführt. Nach 6 Monaten findet eine Evaluierung statt.

 

Dieses Projekt wird vom Haus für Soziales der Provinz Lüttich mit 2.100 € finanziert.

 

KULTUR

Im Rahmen seiner Kulturpolitik hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Paul-Emile MOTTARD, Ausschussmitglied, folgenden Punkt genehmigt:

 

Start der neuen Auflage des Projektes „Aktion Jugendliche“ 2003

 

Die Aktion Jugendliche umfasst die Projekte der Provinz Lüttich und ihres Jugenddienstes in Partnerschaft mit den Gemeinden hinsichtlich der Schaffung oder der Stabilisierung einer Jugendpolitik auf lokaler Ebene. Die Auflage 2003 des Projektes wurde in Angriff genommen....

 

Die allgemeine Philosophie, die zur Einführung des Projektes geführt hat, ist gleich geblieben. Sie beruht auf Werte wie Solidarität, Toleranz, Respekt, Zuhören und Menschenrechte sowie Pflichten den anderen gegenüber, Gruppen gegenüber und der Gesellschaft. Die Entdeckung des natürlichen Kulturerbes und die künstlerischen Ausdrucksformen sind für die Kinder entweder Antworten auf Fragen und/oder Gegenvorschlag für die Existenzfragen, die unsere materielle Gesellschaft mit sich bringen. Dies ist der Grundgedanke des Projektes. Die Aktivitäten, die im Rahmen des Projektes durchgeführt werden, finden ihren Sinn darin und bieten einen günstigen Rahmen für das Erwecken der Sinne der Jugendlichen.

 

„Aktion Jugendliche“ umfasst folgende Aktivitäten:

 

Das Projekt „Willkommen Kinder“ wird von den wallonischen Provinzen, der französischen Gemeinschaft der Region Brüssel-Hauptstadt und dem Bund der Familien koordiniert. Die Gemeinden, die sich dieser Initiative anschließen, fordern die Gesellschaftsgruppen auf, eine Mannschaft zur Begleitung und Organisation diese Aktion zusammenzustellen.

 

46 Gemeinden haben im Jahr 2002 daran teilgenommen.

 

Aktivferien: im Jahr 2003 liegt der Schwerpunkt auf die Architektur, der mit einem Praktikum unter dem Titel „Schaffung eines verrückten Hauses“ durchgeführt wird. Außerdem finden die Praktiken für die Kleinen zwischen 4 und 6 Jahren immer einen regen Anspruch; eine neue Formel wird erarbeitet, um eine bessere Anpassung am Rhythmus dieser Kinder zu gewährleisten.

 

Ausbildung zum Jugendanimator für Praktiken: diese Ausbildung verfolgt das Ziel, einen Austausch zwischen den Animatoren außerhalb der Praktiken zu gewährleisten und bietet die Gelegenheit, Treffen in freundschaftlicher Atmosphäre zu schaffen, zur Förderung eines gemeinsamen Kulturgeistes.

 

Ausbildung zum Jugendanimator: Diese Ausbildungen richten sich an Jugendliche, die auf Kinderspielplätzen der Gemeinden während der Schulferien tätig sind oder andere Aktivitäten für Jugendliche auf kommunaler Ebene begleiten.

 

Aus Sicht der Jugend: zusätzlich zu den traditionellen Projekten organisiert der Jugenddienst der Provinz Lüttich dieses Jahr ein multidisziplinäres dezentralisiertes Festival.

 

18. Auflage der „lateinischen Treffen“ im Oktober 2003

 

Im Rahmen der Partnerschaft der Provinz Lüttich mit der Provinz Frosinone findet dieses Jahr die 18. Auflage der „lateinischen Treffen“, ein internationaler Wettbewerb für lateinische Übersetzungen, statt.

 

Für die Auflage 2003 der „lateinischen Treffen“ vertreten 8 Kandidaten aus dem französischsprachigen Belgien (5 Kandidaten des freien Unterrichtswesens, zwei Kandidaten des offiziellen Unterrichts und ein Kandidat der Stadt/Provinz), die Provinz Lüttich. Das Finale dieses Wettbewerbs findet in der Provinz Frosinone statt und zwar in Arpino, Geburtsort von Cicero. Im Rahmen des Projektes „2003, Simenon-Jahr im Lütticher Land“, organisiert die Provinz Lüttich ebenfalls in Frosinone eine Woche über die ins Italienische übersetzten Romane von Georges Simenon.