Pressemitteilung des Ständigen Ausschusses des
Provinzialrats der Provinz Lüttich
Sitzung vom Mittwoch, dem 23. Mai 2001
Im Rahmen seiner kulturellen Aufgaben hat der Ständige
Ausschuß auf Vorschlag von Herrn Paul-Emile MOTTARD beschlossen, folgende
Initiativen zu unterstützen:
Ein Zuschuß von 50.000 Franken ist für den
Druck der letzten Sammlungen „les mots wallons“ von Guy Fontaine gewährt
worden.
„Les mots wallons“ – der wallonische Wortschatz – ist
eine Sendung von „Liège-Matin“ in der Guy Fontaine und Gabrielle Davroy seit
1994 Dialoge auf wallonisch inszenieren und ihren Zuhörern bereits am frühen
Morgen eine Freude bereiten und ihr Sprachgut eventuell erklären. Zur großen
Freude der Liebhaber der wallonischen Sprache sind diese Dialoge in Form von
Textsammlungen herausgegeben worden. Die letzten Texte kommen Ende November
2001 heraus. Der DRICOT-Verlag gibt somit insgesamt 7 Sammlungen heraus.
Eine der Prioritäten bei der kulturellen Politik des
Ständigen Ausschusses, der einen Zuschuß von 50.000 Franken für den Verlag der
zwei Letzten Bänder der „Mots wallons“, in denen jeweils 250 Chroniken
versammlet sind, gewährt hat, ist die Erhaltung, die Anregung und die Förderung
der wallonischen Sprache.
Die Provinz Lüttich unterstützt die Ausstellung der VoE
„d’une certaine gaieté le Cirque divers“, die rue des Mineurs in Lüttich
stattfindet und dem Riesen-Gemälde von Werner Moron, „das westliche Kind“
gewidmet ist.
Vom 1. Juni bis zum 30. Juli 2001 stellt die VoE „d’une
certaine gaieté le Cirque divers“ in der rue des Mineurs in Lüttich den
Künstler Werner MORON aus.
Seit 1999 hat dieser Recherchen über Erinnerungen an
seine Kinderzeichnungen unternommen. Zunächst ist jede Erinnerung in Form eines
Wortes zusammengefaßt worden. So hat der Künstler mit der Zeit 896 Wörter
aufgelistet, aus denen im Jahre 2000, 896 Zeichnungen geworden sind. Im Juni
2001 werden die Zeichnungen auf der Vor- und Rückseite einer 10 m langen und
2,80 m hohen Leinwand vereinigt. Vom 1. Juni bis zum 30. Juli 2001 wird die
Montage in fünf Meter Höhe in der rue des Mineurs
aufgehangen. Der Ständige Ausschuß hat diese originelle Premiere mit einem
Zuschuß unterstützen wollen.
Wir weisen darauf hin, daß dieser Lütticher Künstler 1994
den Preis für plastische Künste der jungen Talente der Provinz Lüttich erhalten
hat. Werner Moron beabsichtigt, im kommenden August in Dakar/Senegal mit
Erinnerungen von gleichaltrigen Afrikanern nach demselben Prinzip zu arbeiten.
Im Rahmen des Agraramtes hat der Ständige Ausschuß
beschlossen:
dem CIAP (Berufsverband für Verbesserung
und Förderung von Zuchttieren) von Argenteau einen Zuschuß von 300.000 Franken
für die Förderung junger Säue zu gewähren.
Seit 1998 kommerzialisiert der CIAP jünge Säue, die im
Rahmen des BLUP-Programms gezüchtet worden sind. Dieses Programm läuft über
sechs Jahre. Der Vertrieb verlangt kontinuierlich Anstrengungen: das Erzeugnis
muß bekannt gemacht werden, eine besondere Dynamik muß eingesetzt werden,
Handelskontakt müssen geknüpft werden. Daher hat der Verband auch junge Säue –
Handelsname K-Säue – in verschiedenen Agrarmessen in Libramont und Battice
gezeigt.
Der Verband möchte 2001 finanzielle Mittel für die
Förderung und den Vertrieb von dosierten Mengen von aus dem BLUP-Programm
stammenden Ebersamen bereitstellen. Dem Verband ist dafür ein Zuschuß von
300.000 Franken gewährt worden.
dem provinzialen Verband Coin de Terre et Foyer de Liège einen
Zuschuß von 100.000 Franken zu gewähren.
Der provinziale Verband Coin
de Terre et Foyer de Liège unterstützt die Schaffung der lokalen
Verbände Coin de Terre und berät
Kleingärtner, damit sie ihre Gärten umweltfreundlicher bewirtschaften und somit
gesündere Nahrungserzeugnisse produzieren. Früher nämlich wurden Schrebergärten
an Personen vermietet, die keinen Garten hatten, und so Gemüse für den eigenen
Bedarf anbauen konnten. Auch wenn die Lebensgewohnheiten sich stark geändert
haben, bleiben Schrebergärten hoch aktuell. Im Rahmen des Umweltschutzes hat
diese Beschäftigung sogar Aufwind bekommen und findet ihren Platz im
städtischen Umfeld. Zudem sind die lokalen Verbände Coin de
Terre in einem internationalen Kleingärtnerverband (Office international du Coin de Terre et des Jardins
familiaux) zusammengeschlossen worden.
Belegt ist nämlich, daß die angelegten Gärten und Rasen
eine reinigende Wirkung auf die Umwelt haben. Laut einer Studie der Universität
Lüttich hält ein Stück Rasen 3 bis 6mal mehr Staub als eine Fensterscheibe fest
und fixiert Laubwerk wesentlich besser Staubpartikel.
Zudem spielen Gärten durch ihre edukative, soziale,
sanitäre und umweltspezifische Aspekte eine wichtige Rolle im ökonomischen
Bereich, haben sie eine Auswirkung auf das Familienbudget und verhindern, daß
aus zahlreichen Grundstücken verwilderte Gelände oder Mülldeponien werden.
Im Rahmen der Abteilung Unterrichtswesen, hat der
Ständige Ausschuß auf Vorschlag des ständigen Abgordneten, Herrn André GILLES,
folgende Punkte gutgeheißen :
„On
p’tit côp di spale“ dem Informations- und Studienzentrum der wallonischen
Sprache in den Schulen einen Zuschuß von 10.000 Fr. zu gewähren
Seit 66 Jahren, beschäftigt sich das Komitee „Wallonisch in den Schulen“ damit, die
wallonische Sprache in den Schulen zu fördern. Heute nehmen an die 3.000 Kinder
an den Schulwettbewerben des Informations- und Studienzentrums der wallonischen
Sprache in den Schulen teil. Das Zentrum verbreitet außerdem wertvolle pädagogische
Instrumente, fördert Lehrpersonen und organisiert Sprachen- und wallonische
Literaturstudien. Um eine bestmögliche Weiterführung der Aktivitäten zu
ermöglichen, hat der Ständige Ausschuß beschlossen, eine Zuschuß von 10.000 zu
gewähren zur Erstellung eines Spezialfonds für schulische Animationen.
Der
Ständige Ausschuß des Provinzialrates von Lüttich gewährt der V.o.E. „APODI“
für die Organisation eines spezifischen
Französischkursus
für Immigrierte sowie eine Hausaufgabenschule.
Die V.o.E. „Apodi“ verfolgt als Hauptziel die
Gemeinschaftsentwicklung Süden zu verstärken in dem sie verschiedene
Gesellschaftsorganisationen der Entwicklungsländer unerstützt. Sie trägt auch
zur Integration der immigrierten Bevölkerung bei und setzt sich für die Vorbeugung
und der Schutz der schulischen Mißerfolge und Lücken der Kinder und
Jugendlichen von 6 bis 17 Jahren ein, sie kämpft gegen die Jugendkriminalität,
die Gewalt der Jugendlichen und deren Desinteresse.
Die V.o.E. begleitet ältere Personen mit Verständnisproblemen
bei Behördengängen. Sie organisiert auch zahlreiche Aktivitäten im sozialen
Bereich. Mittwochs und samstags wird eine Hausaufgabenschule und
Textverarbeitungskurse angeboten.
Die V.o.E. ist auch stellvertretend für multikulturelle
Tagungen und Abendveranstaltungen mit exotischen Gerichten, Konferenzen und Kolloquien im Rahmen der
Erwachsenenbildung der Weiterbildung zur Förderung der Autonomie der Frauen.
Die Vereinigung organisiert auch Kunstausstellungen und
fördert afrikanische Künstler. Sie führt geführte Besichtigungen und Ausflüge
durch sowie Ferienlager für ihre Mitglieder, aber vor allem und insbesondere
Französischkurse speziell für Immigrierte. Der Ständige Ausschuß hat
beschlossen, der V.o.E. APODI mit Sitz in 4000 Lüttich, Place E. Dupont, 1
einen Zuschuß in Höhe von 10.000 Franken zu gewähren.
Cockerill-Sambre organisiert am Mittwoch, dem 23. Mai 2001, in der Messehalle von Charleroi eine Tagung „Qualitatis“, die voll auf Qualität gerichtet ist
Der Ständige Ausschuß als Träger des provinzialen
Unterrichtswesens möchte die Synergien zwischen dem Unterrichtsnetz und der
Wirtschafts- und Industriewelt fördern. Aus diesem Grunde werden Jean Lebois,
Direktor der Polytechnischen Schule von Herstal und Roland Bamps, Inspektor des
provinzialen Unterrichts am 23. Mai an der Tagung „Qualitatis“, von Cockerill-Sambre organisiert,
teilnehmen.
Eine Gruppe Unternehmen WATT genannt, wurde auf Initiative des Anwerbungsdienstes
von Cockerill-Sambre und deren Schwierigkeiten qualifiziertes Personal
einzustellen, gegründet.
Um diesem Probelm entgegenzutreten, hat das
Personalmanagement von Cockerill-Sambre vorgeschlagen, eine Patenschaft für
Schüler der Elektro-Mechanikabteilung der Schulen zu übernehmen.
Die Patenschaft besteht darin, im Rahmen der
Schulpraktika, die von der Französischen Gemeinschaft vorgesehen sind, die
betroffenen Schüler in den Betrieben zu begleiten und dabei die Aktivitäten zur Förderung des Allgemeinwissens des Berufs zu
entwickeln.
Die Patenschaft betrifft die Schüler der letzten Studienjahre de 3. technischen
Sekundarunterrichtsstufe , d.h. die Schüler die sich im 5. Jahr einschreiben,
um ein 6. Jahr im technischen Unterricht zu folgen.
Nach Abschluß mit Erfolg des Studienzyklus, verpflichten
sich die Unternehmen den Kandidaten einen Arbeitsvertrag für bestimmte Zeit
auszustellen für eine Beschäftigung, die im Rahmen der Möglichkeiten ihrer
Qualifizierung entspricht. Bei ausreichender zufriedenstellender Berufserfahrung kann dieser Vertag auf
bestimmte Zeit zu einen Arbeitsvertrag auf unbestimmte Dauer führen.
Folgende Unternehmen haben eine Partnerschaft übernommen
: Cockerill-Sambre und die Metallfabrik in Charleroi. Sie begleiten die
Schüler und zwar die Schüler der poly-technischen Schule von
Herstal und von Huy, die an dem Projekt WATT teilnehmen.
Der
Ständige Ausschuß hat den Haushaltsplan der Gemeinde Weismes gutgeheißen.
Der Ständige Ausschuß des Provinzialrates von Lüttich
überprüft weiterhin die ihm vorgelegten Gemeindehaushaltspläne. Auf Vorschlag
des Ständigen Abgeordneten, Herrn Gaston GERARD, hat der Ständige Ausschuß den
Haushaltsplan der Gemeinde Weismes gutgeheißen.