Pressekommuniqué
des Ständigen Ausschusses
des
Provinzialrats von Lüttich
Sitzung vom 20.
September 2001
Der Ständige
Ausschuß hat beschlossen, alle Einrichtungen der Provinz,
die sich auf dem
Gebiet der Stadt Lüttich befinden, diesen Freitag, den
21. September, zu
schließen.
Der Ständige
Ausschuß hat diesen Donnerstag beschlossen, infolge der
EU-Tagung der
Finanzminister in Lüttich am 21., 22. und 23. September
2001 alle
Einrichtungen der Provinz, die sich auf dem Gebiet der Stadt
Lüttich befinden,
zu schließen: dabei handelt es sich um die Hochschule
Rennequin Sualem,
Quai Gloesener, das Heimatmuseum, das Malvoz-Institut,
Quai du Barbou,
der Jugenddienst in Grivegnée, das Informationsbüro und
das Haus für Soziales,
Boulevard d'Avroy sowie die im Provinzialpalast
untergebrachten
Dienste... In allen Einrichtungen wird am Freitag jedoch
ein Mindestdienst
eingehalten.
UNTERRICHTSWESEN
Im Rahmen seiner
Ausbildungspolitik hat der Ständige Ausschuß auf
Vorschlag von
Herrn André Gilles, Ständiger Abgeordneter, folgende
Punkte
ratifiziert:
Die Provinz
Lüttich unterstützt die am 20.und 21. Oktober 2001 von der
VoE Microarena
organisierte LAN-PARTY in Lüttich
Die bei
Jugendlichen seit einigen Jahren ausgelöste helle Begeisterung
für
Computer-Spiele hat die VoE Microarena dazu veranlaßt, eine große
zweitägige
Lan-Party in Lüttich mit über 300 Spielern zu organisieren.
Die im Juni 2001
gegründete VoE Microarena veranstaltet daher auch von
Samstag, dem 20.
Oktober, 8 Uhr, bis Sonntag, dem 21. Oktober 2001,
Mitternacht, eine
LAN-Party (local area network) in der "Salle du Coeur
St.
Lambert". Somit sollen Turniere mit den zur Zeit beliebtesten
Computer-Spielen,
die schnell und einfach zu bedienen sind, stattfinden
können. Die
LAN-PARTY, die ein immer breiteres Publikum anspricht, soll
auch dazu dienen,
kulturelle Kontakte zwischen erfahrene Spieler und
Anfänger
herzustellen und letztere mit der Informatik vertraut zu
machen.
Die Provinz Lüttich
organisiert Immersionssprachkurse für Studenten der
polytechnischen
Schule von Seraing, der Sekundarschulen der Provinz von
Seraing, Herstal
und Verviers
Mit Beschluß vom
2. Mai 2001 gewährt die Regierung der Französischen
Gemeinschaft den
Sekundarschulen, die im Rahmen der positiven
Diskriminierung
eingestuft sind, Zuschüsse für Immersionssprachkurse.
Aufgrund dessen,
hat die Provinz Lüttich ein Programm für
Immersionssprachkurse
für das Schuljahr 2001-2002 organisiert, von dem 4
Sekundarschulen der
Provinz betroffen sind: die polytechnische Schule
von Seraing und
die Sekundarschulen der Provinz von Seraing, Herstal und
Verviers.
Bezeichnung des
technischen und pädagogischen Kooperationszentrums als
Forschungszentrum,
das mit den Hochschulen bei der Entwicklung von
Projekten im
Bereich angewandte Forschung arbeitet
Laut Dekret von
1995 über die Organisation des Unterrichts in den
Hochschulen darf
das nichtuniversitäre Hochschulwesen im Bereich
angewandte
Forschung tätig sein. In diesem Rahmen muß jede Hochschule
ein
Forschungszentrum hinsichtlich einer optimalen Verbindung zwischen
Wirtschaftswelt
und Ausbildung bezeichnen. Die drei Hochschulen der
Provinz Lüttich, André Vésale, Rennequin Sualem und Léon-Eli Troclet,
haben den Wunsch
geäußert, mit dem technischen und pädagogischen
Kooperationszentrum
zu arbeiten. Dieses hat sich nämlich zum Ziel
gesetzt, als
Forschungszentrum bei der Entwicklung von Projekten im
Bereich
angewandte Forschung Brücken zwischen Wirtschaft und Ausbildung
zu schlagen.
Der Ständige
Ausschuß hat die Bezeichnung des technischen und
pädagogischen
Kooperationszentrums gebilligt und wird seine Zulassung
bei der
Wallonischen Region und beim europäischen Sozialfonds, die keine
öffentlichen
Forschungseinrichtungen subventionieren, beantragen.
Deutschlehrer an
Provinzialschulen machen ein pädagogisches Praktikum in
der BRD
Im Rahmen des
belgisch-deutschen Kulturabkommens organisiert das
Generalkommissariat
für internationale Beziehungen vom 21. bis zum 27.
Oktober 2001 zwei
pädagogische Praktika für Deutschlehrer an
Sekundarschulen
und nichtuniversitären Hochschulen:
- in Bremen mit
dem Thema "erlebte Landskunde für Deutschlehrer",
- in Weimar mit
dem Thema "Fremdsprachenunterricht im Alter von 12 bis
18 Jahren unter
Berücksichtigung folgender Gesichtpunkte".
Der Ständige
Ausschuß, Organisationsträger des provinzialen
Unterrichtswesens,
will die Erfahrung in Fremdsprachen fördern, um so
mehr als sie im
Rahmen der Euregio-Maas-Rhein erfolgt, und unterstützt
Initiativen, die
einer besseren Kenntnis der euregionalen Sprachen
führt. Der
Ausschuß möchte, daß die Provinzialschulen in dieser Hinsicht
eine aktive Rolle
spielen und einen hohen Qualitätsstandard beibehalten.
Daher hat er auch
die Teilnahme der Deutschlehrer an beiden
vorgeschlagenen
Praktika genehmigt.
ARBEITEN
Der Ständige
Ausschuß hat auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE,
Ständiger
Abgeordneter, die Durchführung folgender Arbeiten gebilligt:
Lyzeum Jean Boets
in Lüttich, Renovierung der Sporthalle für
veranschlagte
1.912.434 Franken inkl. MwSt.,
Restaurierungsarbeiten
am Schloß von Cockerill in Seraing
Dach, Fassaden,
Außenschreinerei und Anstrich des Schlosses von
Cockerill in
Seraing müssen restauriert werden. Dieses am 23. April 1980
unter Denkmalschutz
gestellte Gebäude gehört der AG Cockerill-Sambre,
Tochtergesellschaft
des französischen Stahlkonzerns USINOR.
Das Schloß von
Seraing war vormals Landresidenz der Prinzbischöfe. Das
bereits im XI.
Jahrhundert erwähnte Schloß ist unter Erard de la Marck,
dem Bauherrn des
heutigen prinzbischöflichen Palastes, stark umgebaut
worden. Der
heutige architektonische Aspekt ist auf Initiativen dreier
Prinzbischöfe
zurückzuführen: Georges-Louis de Berghes (1724-1743), der
den nordöstlichen
Pavillon errichten ließ, Jean-Théodore de Bavière
(1744-1763) der
den Südflügel renovieren ließ und François-Charles de
Velbruck
(1772-1784), der die Arbeiten des Nordflügels zu Ende führte.
1817 ging das
Schloß in den Besitz der Familie Cockerill und später des
Konzerns über.
Der Ständige
Ausschuß hat beschlossen, eine Restaurierung des Gebäudes,
so u.a. die
Anstricharbeiten des Ratssaales, zu genehmigen und die auf
39.901.300
Franken veranschlagten Kosten mit der Wallonischen Region zu
decken.
Restaurierung der
Kirche Saint-Remacle in Ocquier
Am 8. Februar
1996 hatte der Ständige Ausschuß des Provinzialrates von
Lüttich die
Restaurierungsarbeiten an der Kirche Saint-Remacle in
Ocquier (Gemeinde
Clavier), die am 1. August 1933 unter Denkmalschutz
gestellt wurde
und der Kirchenfabrik gehört, gebilligt. Der Ausschuß
übernimmt 10% und
das Ministerium der Wallonischen Region, Abteilung
Erbgut, 60 % der
Kosten der zweiten Phase.
GESUNDHEIT
Im Rahmen der
Abteilung Gesundheit hat der Ständige Ausschuß auf
Vorschlag von
Herrn Georges PIRE, Ständiger Abgeordneter, folgendes
Dossier
gebilligt:
Der Ständige
Ausschuß des Provinzialrats von Lüttich gewährt den
Vereinigungen,
die im Bereich Krebsfürsorge aktiv sind, einen Zuschuß
von 2.000.000
Franken
Dieser Betrag zugunsten
der Krebsfrüherkennung in der Provinz Lüttich
wird
folgendermaßen aufgeteilt:
o VoE DIPAC vom Klinikum Lüttich,
Früherkennung, Information und
Prävention von
Krebserkrankungen
900.000 Franken
o Zentrum für Krebsvorbeugung von
Verviers 800.000 Franken
o Léon-Frédéricq-Stiftung Klinikum
Lüttich 200.000 Franken
o Arbeitsgruppe Palliativpflege der
Provinz Lüttich
100.000 Franken
SPORT
Im Rahmen der
Abteilung Sport hat der Ständige Ausschuß auf Vorschlag
von Herrn Gaston
GERARD, Ständiger Abgeordneter, folgendes Dossier
gutgeheißen:
Die Provinz
Lüttich mit dem Segler Eric de Froidmont für den
Transatlantischen La Rochelle - Salvador de Bahia (Brasilien)
Bereits in seinen
jungen Jahren interessierte Eric de Froidmont, am 3.
August 1965
geboren, sich für das Segeln und hat sich im
Wassersportzentrum
von Visé eingeschrieben. Dort entdeckte José SAROLEA
sein Talent und
seine Kapazitäten. Es hat sehr viel Erfahrung beim
Segeln auf dem
Meer gesammelt und seine Kenntnisse während 5 Jahren bei
der nationalen
Marine perfektioniert.
Sowohl auf der
Maas in Visé als auch auf fast allen belgischen und
europäischen
Gewässer hat er mehrere Serien von Schwertschiffen
gesteuert (420, Fireball,
505 und Ponant). 1999 schlägt er den Weg der
Regatten Must
Laser ein, wo er noch immer an der Spitze der
Meisterschaften
steht: im Mai wurde er Europameister, im September
belgischer
Meister und Meister der Meister. Er war auch bester Belgier
bei den
Weltmeisterschaften 505. Mit seinem Mannschaftskameraden Pieter
Van Laer gewann
er die deutschen Meisterschaften 2001.
Bei der Regatta
am 29. Juli 2001, die einen Teil der Strecke der
"Transat
6.50" "La Rochelle-Salvador de Bahia" umfaßte, zeichnete Eric
de Froidmont sich
unter 65 Teilnehmer als 21. in der Gesamtklassierung
aus und als 5. in
der Serie der Doppelschiffe. Diese Mini-Transat
ermöglichte es
ihm, die verschienen Kapazitäten seines Schiffes zu
erkennen, ein
"Pogolou", und sich der Herausforderung zu stellen, an der
Transatlantik-Einhandsegelregatta
am 22. September 2001 teilzunehmen,
die la Rochelle
(Frankreich) mit Salvador de Bahia (Brasilien)
verbindet. Der
Ständige Ausschuß hat beschlossen, diesem Segler seine
Unterstützung zu
gewähren, um eine bestmögliche Vorbereitung der Transat
"La
Rochelle-Salvador de Bahia" zu gewährleisten.
Kultur
Im Rahmen seiner
Kulturpolitik hat der Ständige Ausschuß auf Vorschlag
von Herrn
Paul-Emile MOTTARD, Ständiger Abgeordneter, folgende Punkte
gutgeheißen:
A 23. September
2001 organisiert das Kulturzentrum von Modave in
Zusammenarbeit
mit der Provinz Lüttich die Veranstaltung "Tag des
Künstlers"
Zum ersten Mal
organisiert das Kulturzentrum von Modave am Sonntag, den
23. September
2001 die Veranstaltung "Tag des Künstlers". Diese findet
statt von 10 bis
22 Uhr auf dem Place de la Maison Communale von
Vierset-Barse,
Place Georges Hubin.
Diese
Veranstaltung geht aus dem Willen der Veranstalter hervor, sich in
das Projekt der
Kulturabteilung der Provinz Lüttich einzureihen
"Entdeckungsorte
zu multiplizieren, wo eine Kommunikation oder sogar
eine Kommunion
möglich ist zwischen Künstler und Publikum, wo jeder die
Möglichkeit hat
seinen Blickpunkt auf die Welt zu erweitern"; dies
konnte das
Publikum bereits bei den kürzlich organisierten Ausstellungen
im Schloß von
Jehay feststellen sowie anläßlich der Tage des
Kulturerbgutes
und der Feste der Wallonie im Provinzpalast.
Diese
Veranstaltung "Tag des Künstlers" hat zum Ziel dem Publikum das
künstlerische und
kulturelle Potential von Modave darzustellen und es
für die
verschiedenen künstlerischen Techniken zu sensibilisieren sei es
Skulptur,
Fotografie, wallonisches Theater, Musik und dies an einem
gemeinsamen Ort.
Europalia Polen :
Die Provinz Lüttich unterstützt das Konzert des
Philharmonischen
Orchesters von Lüttich organisiert durch die G.o.E.
Wallonie-Polen am
28. September 2001 in Lüttich.
Die Provinz
Lüttich hat privilegierte Kontakte mit der Provinz Malopska
(Kraukau) und der
Ständige Ausschuß hat im Rahmen des
Freundschaftsabkommens,
das sie verbindet, am 1., 2. und 3. September
eine Delegation
unter der Leitung von Herrn Jerzy Meysztowicz, erster
Vize-Voïvode,
empfangen. Die geführten Gespräche betrafen den Austausch
in folgenden
Bereichen: Kultur, Jugend, Sport, Tourismus, Wirtschaft und
Handel.
Anläßlich der
Veranstaltungen der Europalia Polen möchte der Ständige
Ausschuß seine
Partnerschaft mit Polen hervorheben und hat beschlossen,
der Veranstaltung
der G.o.E. Wallonie-Polen in Lüttich, am 28. September
in Anerkennung
der klassischen polnischen Musik einen Zuschuß zu
gewähren: das
Philharmonische Orchester von Lüttich gibt unter Leitung
von Antoni WITT
mit dem Pianisten Piotr ANDERSZEWKI als Solist ein
Konzert. Sie
interpretieren die Symphonie für Klavier und Orchester von
Szymanowski und
das 1954 geschriebene Konzert für Orchester von Witold
Lutaslawski.
WIRTSCHAFT und
AUSSENBEZIEHUNGEN
Im Rahmen der
Initiativen im Bereich der Wirtschaftsförderung und der
Außenbeziehungen
in Zusammenarbeit mit dem provinzialen Unterrichtswesen
hat der Ständige
Ausschuß auf Vorschlag von Herrn André GILLES, Georges
PIRE und Joseph
MOXHET folgenden Punkt gutgeheißen:
Der Ständige
Ausschuß bezuschußt den Eurochallenge 2002
Seit mehreren
Jahren organisiert die private französische Gesellschaft
EUROCHALLENGE
nicht nur in den französischen Departements und Regionen
sondern auch, und
dies seit 5 Jahren, in den wallonischen Provinzen
mittels ihrer
belgischen Filiale und mit der Unterstützung deren
Institutionen
Aktionen mit dem Ziel, KMU's auf Wirtschaftsmissionen
vorzubereiten
mittels einem wichtigen Informantennetz und in dem sie die
Unternehmer mit
den spektakulärsten Ergebnissen belohnt.
Schon im Jahre
1998 hat die Gesellschaft EUROCHALLENGE einen Zuschuß von
1,5 Millionen
Franken von der Provinz Lüttich erhalten um diese Art von
Initiativen in
Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft
der Provinz Lüttich
S.P.I.+ zu gewährleisten.
Die Gesellschaft
EUROCHALLENGE möchte dieses für die verschiedenen
Partner positives
Experiment weiterführen. Sie möchte in der Tat außer
den oben
erwähnten Aktivitäten, in Zusammenarbeit mit den Lütticher
Partnern, die
ihnen empfehlen wurden, während drei Tagen eine Animation
einerseits für
Studenten und andererseits für die handwerklichen
Betriebe
durchführen.
Das Provinziale
Unterrichtswesen dessen Abteilungen handels- und
wirtschaftlich
orientiertet sind, möchte die Studenten dazu
sensibilisieren,
diese Art von Ausbildung zu wählen, die große
Möglichkeiten
aufweist für einen zukünftigen Arbeitsplatz in einem
Unternehmen. Um
eine bestmögliche Organisation der Initiative
EUROCHALLENGE im
Jahre 2002 durchzuführen, hat der Ständige Ausschuß
beschlossen, wie
in den vorangegangen Jahren, diese Initiative zu
unterstützen.
Freizeitgestaltung
Auf Vorschlag von
Herrn Joseph MOXHET, Ständiger Abgeordneter, hat der
Ständige Ausschuß
folgendes Dossier gutgeheißen:
Am 19. Oktober
2001, Veranstaltung "Fit durch Laufen" in der
Provinzialen
Domäne von Wégimont
Am 19. Oktober
2001 findet in der Provinzialen Domäne von Wégimont die
Veranstaltung
"Fit durch Laufen" statt, organisiert von der
Sportföderation
des offiziellen subventionierten Unterrichtswesens und
der
Sportföderation des freien Unterrichtswesens. Diese Veranstaltung
die erstmals im
Jahre 1997 stattfand, richtet sich ausschließlich an
alle Schüler des
Primarunterrichts. Hauptziel der Veranstaltung ist es
nicht nur den
Sport und dessen positiven gesundheitlichen Auswirkungen
ab einem sehr
jungen Alter durch das Organisieren von Läufen zu fördern,
sondern auch die
Rolle der Schule hervorzuheben in der Ausübung und
Erlernung einer
sportlichen Disziplin. Der Ständige Ausschuß hat sein
Einverständnis
gegeben nicht nur die sportlichen Außenanlagen des
I.P.E.S. von
Hespengau zur Verfügung zu stellen sondern auch der
provinzialen
Domäne von Wégimont zum Ablauf der verschiedenen
Wettkämpfe.