Pressekommuniqué
des Ständigen
Ausschusses
des
Provinzialrates von Lüttich
Sitzung vom
Dienstag, dem 13. November 2001
Verwertung der
Hochofen-Gase durch die Gas-Dampf-Turbine von Seraing
Am 20. Dezember
2000 hat die AG SPE einen Antrag für die Abänderung der
Anlagen der
Gas-Dampf-Turbine von Seraing hinsichtlich einer Verwertung
der
überschüssigen Hochofen-Gase eingereicht. Zur praktischen Nutzung
dieser Verwertung
hat die AG ELECTRABEL zudem gleichzeitig einen Antrag
für den Betrieb
auf dem Standort von Cockerill-Sambre, rue des trois
Mêlées, einer
Einheit zur kombinierten Dampf- und Stromerzeugung
eingereicht.
Die konsultierte
Abteilung Prävention und Genehmigungen der Wallonischen
Region hat am 13.
März 2001 klargestellt, daß eine Untersuchung der Ein-
und Auswirkungen
auf die Umwelt erforderlich sei. Der Ständige Ausschuß
hat diese
Untersuchung am 29. März 2001 angeordnet und am 17. Mai 2001
die Firma AIB
Vinçotte mit der Ausführung beauftragt.
Am 13. November
2001 hat der Ständige Ausschuß auf Vorschlag von Herrn
Georges Pire,
Ständiger Abgeordneter, die Untersuchung der Ein- und
Auswirkungen zur
Kenntnis genommen, die an die Wallonische Kommission
für Umwelt und
nachhaltige Entwicklung, an die Abteilung Prävention und
Genehmigungen, an
das Städtebauamt, an die regionale
Konsultativkommission
für Raumordnung, an die Stadt Seraing, an die
Abteilung Wasser
und an das Zentralgremium der Abteilung Prävention und
Genehmigungen
weitergeleitet wird.
Der Ständige
Ausschuß fordert die Stadt Seraing auf, eine öffentliche
Untersuchung
vorzunehmen.
UNTERRICHTSWESEN
Im Rahmen seiner
Abteilung Unterrichtswesen und Ausbildung hat der
Ständige Ausschuß
auf Vorschlag von Herrn André GILLES, Ständiger
Abgeordneter,
folgende Punkte gebilligt:
Ausbildungen für
Arbeitslose
Der FOREM-Dienst
(wallonisches Arbeitsamt) und die Provinz Lüttich,
Organisationsträger
des Provinzialinstituts für Sekundarunterricht der
Sozialförderung
von Seraing, haben ein Abkommen über die Organisation
von zwei
spezifischen Sprachausbildungen im FOREM-Zentrum von Bierset
abgeschlossen:
eine Niederländisch-Ausbildung für arbeitslose
Logistik-Techniker
und eine Englisch-Ausbildung für arbeitslose
Lageristen.
Abkommen mit den
Sankt-Joseph-Kliniken
Die VoE der
Sankt-Joseph-Kliniken von Lüttich und das Provinzialinstitut
für
Sekundarunterricht der Sozialförderung von Seraing haben ein
Abkommen über die
Organisation im Provinzialinstitut einer
Informatik-Ausbildung,
an der 16 Personalmitglieder der
Sankt-Joseph-Kliniken
bis zum 15. Februar 2001 teilnehmen,
abgeschlossen.
Verleihung der
Preise "Marthe Brabant-Veckmans" und "Raymonde Simon"
Jedes Jahr
verleiht das provinziale Schul- und Bildungsamt verschiedene
Preise an Schüler
wegen ihrer besonderen Leistungen. Für das Schuljahr
2000/2001 geht
der Raymonde-Simon-Preis an Cécile Dumont,
dienstbereiteste
Schülerin, und an Bérénice Bauwens, Klassenerste der
Hebammenabteilung,
und der Marthe-Brabant-Veckmans-Preis an Camille
Kinnard.
Schüleraustausch im
Rahmen des europäischen Socrates-Comenius-Programms
Ein
Schüleraustausch ist im Rahmen des europäischen
Socrates-Comenius-Programms
zwischen der Sekundarschule von Seraing und
dem
"Istituto Tecnico commerciale per geometrie Merendino" von Capo
d'Orlando
(Sizilien) im Laufe des Schuljahres 2002/2003 geplant.
Themen dieses
Austausches, an dem 15 Schüler der 5. und 6. Klasse,
Abteilung
Wirtschaftswissenschaften, teilnehmen werden, sind die
Beschäftigungsaussichten
im Rahmen der neuen Wirtschaft. Dieser
Austausch ist
interdisziplinär und betrifft nicht nur die
Wirtschaftswissenschaften,
sondern auch die Sprach- und Informatikkurse
(Aneignung der
neuen Technologien). Endziel ist die Produktion eines
gemeinsamen
Web-Sites oder einer CD-Rom über die von den Schülern und
Lehrern beider
Schulen angeschnittenen Themen.
Auf dem Programm
stehen Besichtigungen in Huy, Lüttich, Brüssel,
Canicatti, Parlema und Agrigente.
Teilnahme des
provinzialen Schul- und Bildungsamtes an der "Vitrine des
Métiers" am
4.,5. und 6. Mai 2002 in Marche-en-Famenne
Unterrichtsminister
Pierre Hazette organisiert die zweite Auflage der
"Vitrine des
Métiers" am 4.,5. und 6. Mai 2002 in der Messehalle von
Marche-en-Famenne. Mit dieser Veranstaltung soll der technische und
berufliche Unterricht
gefördert werden.
Diese Teilnahme
soll auch aktiv gestaltet werden: Schüler bei der
Arbeit, die ihr
Wissen zeigen. Aufgrund des zunehmenden Erfolgs dieser
Messe hat der
Ständige Ausschuß beschlossen, die Teilnahme zu billigen.
Die Messe
"Vitrines des Métiers" ist am 4. und 5. Mai von 10 bis 17.30
Uhr allgemein
zugänglich, am 4. und 5. Mai spezifisch für Volksschüler
und am Montag,
dem 6. Mai von 9 bis 16 Uhr für Sekundarschüler der
ersten Stufe
zugänglich.
Zwei Studentinnen
der Hochschule André VESALE machen ein Praktikum in
Indien
Vom 3. bis zum
21. Dezember 2001 werden zwei Studentinnen des 1.
Lizenzjahres in
Kinesiotherapie, Sophie DEWE und Catherine NOEL, im
Rahmen ihrer
Endarbeit ein Praktikum am indischen "Aasha Rotary Center
for the
Handicaped" in Hyderabad machen. In diesem Zentrum, das vom
Eupener
Kinderarzt Dr. Keutgen mit Hilfe des Rotary Clubs Eupen-Malmedy
gegründet worden
ist, werden Kinder, die an Poliomyelitis erkrankt sind,
und seit kurzem
cerebral gelähmte Kinder behandelt.
Thema der
Endarbeit beider Studentinnen ist diese indische Anstalt,
deren gesamtes
Personal Indisch ist. Der Arbeitsbereich beider
Praktikantinnen
ist die funktionelle Rehabilitation von Kindern oder
Jugendlichen, die
an Poliomyelitis erkrankt oder cerebral gelähmt sind.
Diese aus
humanistischer Sicht einmalige Vorgehensweise entspricht den
Öffnungsbemühungen
der Hochschule André Vésale. Somit können Sophie Dewe
und Catherine
Noel besondere Aspekte ihres zukünftigen Berufs erlernen
und für die Gesellschaft
sehr dienliche Berufserfahrungen austauschen.
Gleichzeitig sind
sie förderliche Botschafterinnen des provinzialen
Unterrichtswesens.
Informationssitzungen
über italienische Kultur für Schüler der
provinzialen
Sekundarschule von Seraing
Um seinen
Schülern und Studenten eine möglichst breite Geistes- und
Weltöffnung zu
geben, hat der Ständige Ausschuß der didaktischen
Abteilung des
Italienischen Konsulats erlaubt, Kurse über die
italienische
Kultur zu geben, und zwar Mittwochnachmittags von 13 bis 15
Uhr vom 14.
November 2001 bis zum 15. Mai 2002.
Diese Kurse sind
für die Schüler der Sekundarschule von Seraing um so
interessanter,
als sie im Rahmen des Sokrates-Programms (Französische
Gemeinschaft von
Belgien und Europäische Kommission) an einem
Austauschprogramm
mit einer italienischen Schule während des Schuljahres
2002/2003
teilnehmen.
ARBEITEN
Im Rahmen der
Abteilung Arbeiten hat der Ständige Ausschuß auf Vorschlag
von Herrn Georges
PIRE, Ständiger Abgeordneter, folgende Dossiers
gebilligt:
- Logne: 960.000 Franken für die
Renovierung der
Naturschiefer-Dächer
der Logner Herberge.
- Verviers: 280.000 Franken für die
Renovierung der Beleuchtung der
Aulas der
provinzialen Sekundarschule; 2.485.000 Franken für den Abriß
des nicht mehr
verwendeten Nebenbaus des provinzialen Instituts für
Sozialförderung;
900.000 Franken für Anstrich-arbeiten an der
paramedizinischen
Schule von Verviers; 1.000.000 Franken für
Anstricharbeiten
an der Polytechnischen Schule.
- Lierneux: 1.275.000 Franken für
Einrichtungsarbeiten der Schreinerei
der Heilanstalt
Lierneux.
- Abee-Scry: 2.440.000 Franken für neue
Heizungsöfen im provinzialen
Reha-Zentrum.
- Seraing: 375.000 Franken für
Elektro-Arbeiten an der Hochschule
Rennequin Sualem,
Abteilung INPRES; 400.000 Franken für neue Bodenbeläge
im audiovisuellen
Zentrum der polytechnischen Schule; 690.000 Franken
für die
Teilerneuerung der Heizung der Petermans-Schule.
- Lüttich: 2.575.000 Franken für die
Ausführung verschiedener Phasen
der
Anstricharbeiten in den Zimmern des Barbou-Internats; 760.000
Franken für
Elektro-Arbeiten in der Chemieklasse der Hochschule André
Vésale; 190.000
Franken für den Ankauf von Mobiliar für den Freizeitraum
des Internats;
1.090.000 Franken für Beleuchtungs- und Elektro-Arbeiten
am
Malvoz-Institut; 3.200.000 Franken für die Neueinrichtung der Küchen
der Hochschule
André Vésale und 990.000 Franken für die Entlüftung der
Internatsküche
derselben Schule.
- Huy: 1.625.000 Franken für die erste
Phase der Einrichtung des
Hofs der
polytechnischen Schule; 2.490.000 Franken für die Einrichtung
des
Gymnastiksaales; 1.460.000 Franken für Anstrich-Arbeiten; 2.070.000
Franken für ein
neues Treppengeländer im provinzialen Institut;
2.000.000 Franken
für Anstrich-Arbeiten im Récollets-Gebäude und in der
Hausmeisterei der
polytechnischen Schule von Huy.
- La Reid: 3.000.000 Franken für den Bau
einer neuen Zufahrt zum
Pavillon "Enseignement" des provinzialen
Agranomie-Instituts.
- Harzé: 5.800.000 Franken für die
Restaurierung der
Erdgeschoß-Räumlichkeiten
des Schlosses von Harzé, aus dem später ein
Seminarzentrum
werden soll.
- Grivegnée: 1.275.000 Franken für Arbeiten
im Bereich Sicherheit und
Beleuchtung und
1.850.000 Franken für Schreinerarbeiten an den Gebäuden
des
Jugenddienstes der Provinz.
- La Gleize: 2.425.000 Franken für die
Fertigstellung der 2. Phase
am Gebäude A des
Prinzessin-Astrid-Zentrums.
- Waremme: 1.130.000 Franken für verschiedene
Arbeiten an der
Einrichtung der
Küche der Sekundarschule und 1.950.000 Franken für den
normgerechten
Umbau der Bäckerei der IPES-Schule von Hespengau.
Finanzielle
Unterstützung der Provinz für das Lexhy-Schloß
Die Provinz
Lüttich beteiligt sich finanziell an den
Restaurierungsarbeiten
an der Kapelle des Schlosses Lexhy in
Grâce-Hollogne,
ein privates, klassiertes Gebäude. Die Arbeiten, die von
der Wallonischen
Region bezuschußt werden, belaufen sich auf 6.766.027
Franken.
Dreijahres-Pläne
Im Rahmen der
Aufsicht, die aufgrund des Dekretes vom 20. Juli 1989 über
die von der
Wallonischen Region gewährten Zuschüsse für die
Dreijahres-Pläne
1998-2000 und 2001-2003 vorgesehen ist, hat der
Ständige Ausschuß
eine günstige Stellungnahme zu folgenden Vorhaben
abgegeben:
- Plombières: Restaurierung des Turms der
Sankt-Etienne-Kirche in
Montzen,
Installierung einer Zentralheizung und einer neuen
Elektroanlage.
- Lüttich: Neue
Sanitäranlage im Rahmen des Wiederaufbaus der
"Sainte-Marguerite-Kirche".
- Héron: Renovierung
von verschiedenen Gemeindewegen.
- Berloz:
Renovierung der Bedachung der Lambertus-Kirche.
- Aywaille:
Kanalisationsarbeiten und Renovierung der rue Saint-Roch
- Membach:
Gestaltung der Cardijn-Straße.
- Wegnez:
Renovierung des Daches und Instandsetzung der
Notre-Dame-de-Lourdes-Kirche.
- Saint-Nicolas:
Renovierung und Unterhalt der rue Van Belle, der
Avenue des Marronniers, der Avenue du point de vue und der
Avenue des
Platanes.
-
Thimister-Clermont: im Rahmen der Renovierung des Zentrums von
Clermont, Fertigstellung der Kanalisationsarbeiten zum
Baudouinthier und
Gestaltung der rue Rutten und der rue du Bac.
- Verviers:
Restaurierung der Sankt-Antonius-Kirche.
KULTUR
Im Rahmen seiner Kulturpolitik hat der Ständige Ausschuß auf
Vorschlag
von Herrn Paul-Emile MOTTARD, Ständiger Abgeordneter,
folgende Punkte
gutgeheißen:
Eine finanzielle Unterstützung von 50.000 F für die im
Rahmen des
25jährigen Dienstjubiläums von Pierre Thonnard als Direktor
des
Vokalensembles "Les Valeureux Liégeois" durchgeführten
Aktivitäten
Der Chor "Les Bengalis de Liège" in Zusammenarbeit
mit dem "Königlichen
Vokalensembles "Les Valeureux Liégeois" und die
beiden anderen Chöre der
Provinz Lüttich "Les Baladins" von Stavelot und
der Chor Saint-Cécile
von Robermont, begleitet vom interfakultären Kreis für
Instrumentalmusik
der Universität Lüttich "Emmanuel Pirard" haben
dieses Jahr mehrere
Konzerte der Interpretation von "Gloria" von
Vivaldi gegeben, um die
25jährige Tätigkeit als Chorleiter von Pierre Thonnard
(Direktor des
"Valeureux Liégeois") feierlich zu begehen. Das
berühmte
Universitätsensemble vervollständigt die 160 Chorsänger der
4
teilnehmenden Chöre und bringen erstmals die 3 Schwestern
Véronique,
Christine und Nathalie Solhosse zusammen, Virtuosen der
lyrischen Kunst.
Das letzte Konzert findet am 9. Dezember in der
Sacré-Coeur-Kirche von
Robermont statt. Der Ständige Ausschuß hat beschlossen,
dieser
Konzertreihe einen Zuschuß von 50.000 F zu gewähren.
Eine kulturelle Huldigung an André COOLS
Die Provinz Lüttich hat ihr Einverständnis zur Überweisung
eines
Zuschusses von 75.000 F zugunsten des Kulturzentrums von
Flémalle zur
Durchführung verschiedener Aktivitäten im Rahmen der
Huldigung des
Verstorbenen André Cools, Staatsminister und leidenschaftlicher
Verteidiger der Kultur.
Das Kulturzentrum von Flémalle, der Préhistosite von Ramioul
und das
zeitgenössische Zentrum der Wallonischen Kunst "La
Châtaigneraie", 3 von
André Cools gegründeten Zentren, organisieren gemeinsam vom
24. November
2001 bis Ende Dezember 2001 diese Huldigung. Auf dem
Programm:
Theaterveranstaltungen mit "Les Caméléons" und dem
Lütticher
Universitätstheater; eine Fotoausstellung von Mary Rabine;
eine
Frühstücks-Konferenz mit Jacques Caluwé; eine Ausstellung
"die
Menschenrechte", ein Kabarett-Abend und eine Diskussion
mit Arthur
HAULOT. Diese Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft
von Paul
BOLLAND, Gouverneur der Provinz Lüttich.
Eine Ausstellung des Centre d'Action Laïque der Provinz
Lüttich
Seit einigen Monaten verbreitet das Centre Laïque der
Provinz Lüttich
eine außergewöhnliche Ausstellung über das Thema "Das
Freidenkertum im
Lütticher Land". Ausgearbeitet in Zusammenarbeit mit
dem wallonischen
Heimatmuseum, der Chiroux, des sozialen und wirtschaftlichen
Geschichtsinstituts, des Lütticher sozial-wissenschaftlichen
Instituts,
des "Haus der Laien" in Seraing und der
Vereinigung "Freidenkertum" von
Huy, zielt diese Ausstellung besonders daraufhin, die
politische und
ideologische Entwicklung des Freidenkertums inmitten der
Kämpfe und
seiner Inspirierung darzustellen. Sie zeigt außerdem ganz
konkret die
Zerbrechlichkeit der erworbenen Rechte.
Das Orchester für Kinder zugänglich
In ihren Bemühungen die Entwicklung origineller kultureller
Aktionen zur
Förderung der Kunst bei Kindern zu unterstützen und
angesichts des
Erfolges dieser Initiative in der Vergangenheit gewährt der
Ständige
Ausschuß der Lütticher Musikjugend zur Organisation der
neuen Saison der
Operation "Das Orchester für Kinder zugänglich"
eine Unterstützung von
300.000 F (100.000 F für den Haushalt 2001 und 200.000 für
den Haushalt
2002).
Es handelt sich hierbei wohlweislich um für Kinder angepaßte
Konzerte,
interpretiert vom philharmonischen Orchester von Lüttich und
der
Französischen Gemeinschaft unter Leitung vom Patrick BATON.
Die Konzerte
umfassen Werke des großen klassischen Repertoires,
hervorgehoben durch
die Anwesenheit von erstklassigen Rezitanten, und zwar Herrn
Bruno
COPPENS und Frau Claude MAURANE.
TOURISMUS
Im Rahmen ihrer Aktionen zur touristischen Förderung hat der
Ständige
Ausschuß auf Vorschlag von Herrn Joseph MOXHET, Ständiger
Abgeordneter,
folgenden Punkt gutgeheißen:
Einen Zuschuß von 5 Millionen für das Verkehrsamt der
Ostkantone
Am 2. Juni 1999 unterzeichneten die Deutschsprachige
Gemeinschaft
Belgiens und die Provinz Lüttich ein Abkommen zur
Verbesserung der
Beziehungen in verschiedenen Bereichen zwischen den beiden
Institutionen. Die Synergien betreffen u.a. den Tourismus
und in diesem
Rahmen die Gewährung einer jährlichen Unterstützung von 5
Millionen
Franken des Fremdenverkehrsverbandes der Provinz Lüttich an
das
Verkehrsamt der Ostkantone.
An diesem Donnerstag hat der Ständige Ausschuß beschlossen,
diese
außergewöhnliche Unterstützung weiter zu gewähren. Der
Zuschuß von 5
Millionen dient ausschließlich Aktionen zur touristischen
Förderung der
9 Deutschsprachigen Gemeinden von Belgien und der Gemeinden
Weismes und
Malmedy.
Eine Unterstützung von 1.250.000 F für die Promotion des
Naturparks
Der Ständige Ausschuß hat dem provinzialen
Umwelt-informationsdienst den
Auftrag erteilt, den Globalzuschuß von 1.250.000 F zugunsten
des
Fremdenverkehrsverbands der Provinz Lüttich zu überweisen,
um diesem zu
ermöglichen, Aktionen zur Förderung der Naturparks der
Provinz Lüttich
durchzuführen.
Der Naturpark von La Burdinale erhält einen Zuschuß von
500.000 F und
der Naturpark Hohes-Venn-Eifel einen Zuschuß von 750.000 F
erhält.
GESUNDHEIT
Im Rahmen der Abteilung Sportmedizin hat der Ständige
Ausschuß auf
Vorschlag von Herrn Gaston GERARD, Ständiger Abgeordneter,
folgenden
Punkt gutgeheißen:
Ankauf des Materials Optojump für den Konsultationsdienst
des Instituts
Ernest Malvoz in Lüttich
Die individuelle Ausdauerleistungsfähigkeit eines Sportlers
(Messungen
wurden im Institut Malvoz bereits durchgeführt) ist
unentbehrlich zur
Evaluierung der körperlichen Kondition und demnach sind die
verschiedenen Parameter des Geschwindigkeitslaufs ebenso
bestimmend, um
die physischen Qualitäten der untersuchten Person zu
objektivieren.
Kraftmessen in Verbindung mit Geschwindigkeit und dies mit
Hilfe
moderner Evaluationsmethoden und revolutionärem Material
ermöglichen dem
Athleten seine Leistungen zu verbessern. Die Beanspruchung
der Muskeln
sollte für jede Disziplin individuell evaluiert werden. Um
noch bessere
Analysen durchzuführen, erhalten die Ärzte des
Konsultierungsdienstes
der Sportmedizin der Provinz Lüttich ein spezifisches
außergewöhnliches
Material. Augenblicklich gibt es auf dem Markt veschiedene
Geräte, um
die Ausdauerleistungsfähigkeit zu messen. Der OptoJump der
italienischen
Firma MICROGATE ist ein optisches Mess-System, das die
Aufnahme von
Kontakt- und Flugzeiten bei einer Serie von Sprüngen mit
einer Präzision
bis zu 1/1000stel Sekunden ermöglicht. Dank seiner
reduzierten Ausmaße
und anatomischer Form ermöglicht er eine handliche und
praktische
Anwendung. Die Zeiten werden erhoben, gespeichert und
gedruckt. Außerdem
gewährleistet OPTOJUMP (das System der italienischen Firma)
präzise
Messungen mit verschiedenen Charakteristiken des Athleten:
Länge der
Schritte, Geschwindigkeits-Unterschiede, Verschnellung...
SOZIALES
Im Rahmen der Abteilung Soziale Angelegenheiten hat der
Ständige
Ausschuß auf Vorschlag von Herrn Olivier HAMAL, Ständiger
Abgeordneter,
folgende Akten gutgeheißen:
Teilnahme einer Mannschaft des IPESS von Micheroux an den
Special
Olympics Belgium
Seit mehreren Jahren nehmen verschiedene Schüler des
provinzialen
Sondersekundarunterrichts von Micheroux mit Bravour an
verschiedene
Wettkämpfe der Special Olympics teil.
Angesichts des Erfolges, der wiederum die Begeisterung der
Schüler
wiederspiegelt, hat der Ständige Ausschuß beschlossen, der
Mini-foot-
Mannschaft der Anstalt die Teilnahme vom 8. bis 12. Mai 2002
an Special
Olympics Belgium in Namur zu erlauben.
Eine Unterstützung von 55.000 F für den Tele-Dienst
Wie im letzten Jahr unterstützt der Ständige Ausschuß
wiederum den
Tele-Dienst. Ein Zuschuß von 55.000 F wird unter den
Organismen des
Tele-Dienstes von Lüttich, Flémalle und Seraing verteilt.
INTERKOMMUNALEN
Im Rahmen seiner Beteiligungspolitik in den Interkommunalen
hat der
Ständige Ausschuß auf Vorschlag von Herrn Joseph MOXHET,
Ständiger
Abgeordneter, folgendes Dossier gutgeheißen:
Einen Zuschuß von 15 Millionen für INTRADEL
Nach Kenntnisnahme des Tätigkeitsberichtes und der Bilanzen
des Jahres
2000 der Interkommunalen der Abfallverwertung INTRADEL, hat
der Ständige
Ausschuß beschlossen, dieser Interkommunalen einen
außergewöhnlichen
Funktionszuschuß von 15 Millionen zu gewähren.
LANDWIRTSCHAFT
Im Rahmen der Abteilung Landwirtschaft hat der Ständige
Ausschuß auf
Vorschlag von Herrn Gaston GERARD, Ständiger Abgeordneter,
folgende
Dossiers gutgeheißen:
Verleihung dreier CETA - Preise
Seit einigen Jahren bemüht sich die Provinz Lüttich die
wertvollen
Initiativen des landwirtschaftlichen technischen
Studienzentrums (CETA)
in den Vordergrund zu rücken und aus diesem Grund hat sie
einen
spezifischen Wettbewerb für die Projekte des CETA
ausgeschrieben. Dieses
Jahr hat die Jury drei originelle Projekte ausgesucht, die
jeweils einen
Preis von 50.000 F erhalten.
Das erste Projekt BEA des Studienrings Frankental aus
Manderfeld bezieht
sich auf die Produktion und den Verkauf von Bio-Fleisch
unter dem Label
BEA, d.h. Bio Eifel Ardennen.
Das zweite, "Labour-non-Labour" genannte Projekt
des CETA aus
Basse-Hesbaye Verlaine bezieht sich darauf die Bearbeitungszeit
des
Bodens zu verringern durch neue Orientierungen der Landwirte
zu neuen
nachhaltigen Bewirtschaftungsverfahren.
Das dritte Projekt des CETA aus Dalhem-Bombaye bezieht sich
auf die
Reduzierung der Stickstoffdüngung in der Getreideproduktion.
Einen Zuschuß von 600.000 F für die V.o.E. CETA "
Hespengau und Waremme
"
Die CETA "Hespengauer Hähnchen" (Poulet Hesbaye)
hat sich aus über 10
Züchter von Hespengau gebildet, die angesichts der
Dioxinkrise, die das
Vertrauen zahlreicher Verbraucher erschüttert hat,
beschlossen haben,
sich zu diversifizieren und sich der Problematik zu stellen
"Wie kauft
die Hausfrau ein?". Sie haben eine Filiale
"Hespengauer Hähnchen"
gegründet, um ein Markenhähnchen anzubieten, daß der
Qualitätscharta der
Wallonischen Region und der Provinz Lüttich entspricht.
Dies ist eine "Antwort" auf die letzten Krisen in
der Landwirtschaft.
Produktion und Aufmachung berufen sich auf die Promotion und
den Verkauf
von "Hespengauer Hähnchen".
Die Einrichtung einer vollständigen Filiale verlangt ein
Minimum an
finanziellen Mitteln. Aus diesem Grunde hat die Filiale
"Hespengauer
Hähnchen" sich an die Provinz Lüttich zur finanziellen
Unterstützung
gewandt, um den Weiterverkauf dieses Produktes und somit den
Erhalt der
Arbeitsplätze zu sichern.
In dem CETA Waremme haben mehrere Mitglieder sich
zusammengetan, um im
Lütticher Hespengau eine neue Diversifizierung zu
entwickeln: die
Produktion einer Kartoffel, die gewaschen und somit für den
Frischmarkt
bestimmt ist.
Die Aktivität besteht darin Kartoffeln vertraglich mit den
Landwirten
der Geer-Region
anzubauen, sie nach der Ernte zu sortieren, in Kisten zu
verladen und in
Kühllager zu lagern.
Der Verkauf
dieser Kartoffeln unter dem L abel
"Terra Nostra" von
ORPAH entwickelt,
geschieht gemäß der durchgeführten Verhandlungen mit
den Personen, die
diese waschen und eintüten. Diese Kartoffeln müssen
einen
einwandfreien Aspekt haben, keine Krankheitserreger aufführen und
schmackhaft sein,
daher ist der Anbau in bewässerten Böden, um den
Wasserbedarf in
Krisenperioden zu decken, vonnöten.
Die Projekte des
CETA "Hespengau" und Waremme weisen zwei Vorteile auf:
1° sie ermöglichen den Produzenten ihren
Anbau zu diversifizieren
und in eine
Marktlücke einzudringen, die nicht von zukünftigen
europäischen
Richtlinien in Sachen Anbau betroffen sind;
2° sie erlauben die Benutzung menschlicher
rationeller Mittel und
Kräfte, die in
der Bewirtschaftung anwesend sind.
Die Mitglieder
dieser Vereinigung beabsichtigen auch die Kartoffeln
selbst zu waschen
und einzutüten, um diese somit direkt im Großhandel
zum Verkauf
anzubieten.
Angesichts des
spezifischen Charakters dieser Aktivitäten zu einer
Diversifizierung
und Kommerzialisierung von Produkten hoher Qualität hat
der Ständige
Ausschuß und insbesondere der provinziale
Landwirtschaftsdienst
der Provinz Lüttich beschlossen, diesen beiden
Organisationen
einen Globalzuschuß von 600.000 F zu gewähren.
Unterstützung für
junge Landwirte und Gärtner der Provinz Lüttich
In seinen
Bemühungen die Landwirtschaft hoher Qualität in der Provinz
Lüttich zu
unterstützen, hat die Provinz Lüttich beschlossen, einen
Globalzuschuß von
1.800.000 F unter 36 jungen Landwirten und Gärtnern
der Provinz zu
verteilen.