Pressekommuniqué

des ständigen Ausschusses

des Provinzialrates von Lüttich

 

Sitzung vom 3. Oktober 2002

 

 

 

 

 

UNTERRICHTSWESEN UND BILDUNG

 

Im Rahmen seiner Befugnisse im Bereich Unterrichtswesen und Bildung hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn André Gilles, Ausschussmitglied, folgende Punkte gebilligt:

 

Zwei Oberassistentinnen der Abteilung Sozialwissenschaften der Hochschule Léon-Eli Troclet haben vom 30. September bis zum 4. Oktober an einem Kooperationsprogramm mit der „Association pour les formations aux professions éducatives et sociales“ von Saint-Brieuc, Departement der Côtes d’Armor teilgenommen.

 

Im Rahmen der Freundschafts- und Kooperationscharta zwischen der Provinz Lüttich und dem Departement der Côtes d’Armor (Frankreich) sind Austauschprogramme für Lehrer und Studenten zwischen Partnerschulen zu Stande gekommen. Im Rahmen des europäischen Socrates-Erasmus-Programmes hat Herr Jérôme WENZ, stellv. Direktor der „Association pour les formations aux professions éducatives et sociales“ zwei Oberassistentinnen der Hochschule der Provinz Lüttich Léon-Eli Troclet – Frau Nicole SMETS-BINET und Frau Michèle LEDUC - empfangen. Beide Damen, eingeladen vom „Conseil général des Côtes d’Armor“, haben vom 30. September bis zum 4. Oktober ein Kooperationsprojekt in bezug auf die Ausbildung in beiden Regionen bearbeitet.

 

Eröffnung der 3 Module der Verwaltungswissenschaften in Lüttich und der 2 Module in Verviers

 

Für das Schuljahr 2002-2003 hat der ständige Ausschuss die 3 Module der Verwaltungswissenschaften, die in Lüttich (Quai du Barbou und polytechnische Schule von Herstal) vom provinzialen Institut für die Ausbildung der Bediensteten im öffentlichen Dienst, und die 2 Module, die in Verviers (IPES-Institut von Verviers) erteilt werden, genehmigt.

 

Erteilung eines 2. Moduls der Verwaltungswissenschaften in deutscher Sprache

 

Die Provinz hat auch das 2. Modul, das vom provinzialen Institut für die Ausbildung der Bediensteten im öffentlichen Dienst in deutscher Sprache im Worriken-Zentrum erteilt wird, genehmigt.

 

Die Provinz billigt das Abkommen zwischen der VoE „Eveil par l’informatique“ und dem Provinzialinstitut für Abendkurse von Verviers

 

Der ständige Ausschuss hat das Abkommen zwischen der VoE „Eveil par l’informatique“ und dem Provinzialinstitut für Abendkurse von Verviers über den Lehrgang zum Thema „Empfangstechniken und Büroorganisation“, die vom 8. November 2002 bis zum 30. Juni 2003 erteilt werden, genehmigt.

 

Die Provinz billigt das Abkommen zwischen der VoE FJA „Gestion et Formation“ (Gembloux) und dem Provinzialinstitut für Abendkurse von Verviers

 

Als Organisationsträger des Provinzialinstituts für Abendkurse von Verviers hat die Provinz das Abkommen zwischen dem Institut und dem Ausbildungszentrum der VoE FJA „Gestion et Formation“ gebilligt. Demnach findet vom 9. Oktober bis zum 18. Dezember ein Informatik-Lehrgang für junge Landwirtinnen statt.

 

UMWELT

 

Kelmis: Die Provinz Lüttich unterstützt die „Umweltwoche“ für Schüler, Jugendliche und Studenten, die im Oktober 2002 stattfindet

 

Anfang Oktober organisiert die Gemeinde Kelmis auf Initiative von Herrn J. BARTH, Schöffe und Mitglied des Provinzialrates, die „Umweltwoche“ für Schüler, Jugendliche und Studenten.

 

Im Laufe dieser Woche werden mehrere Aktionen durchgeführt, u.a.:

-         -         Messung der Luftverschmutzung auf Höhe der Eingänge der 3 Gemeindeschulen.

-         -         Messung der Wasserverschmutzung - u.a. aufgrund von Schwermetallen und Nitraten - der Göhl in Kelmis.

-         -         Zur Verringerung der Benutzung von Plastiktüten, werden Taschen aus Leinen oder Baumwolle in den Schulen und Geschäften der Gemeinde kostenlos verteilt, wobei jede Schule ihr eigenes Sensibilisierungsprogramm für Umweltschutz erarbeitet.

-         -         Mehrere Besichtigungen vom Container-Park von Kelmis, der Trinkwasser-Aufbereitungsanlage von Hergenrath, der Intradel-Verbrennungsanlage und der Kläranlage von Bleyberg werden von den Schulen organisiert.

 

Zum Anlass dieser Umweltwoche werden Konferenzen organisiert, an denen Fachleute der Provinz teilnehmen.

 

Aufgrund der Bedeutung einer derartigen Initiative und zur Unterstützung von Projekten von Vereinigungen oder Vereinen der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat der ständige Ausschuss des Provinzialrates beschlossen, dieser Veranstaltung, die sich für die Information der Bevölkerung über akute Umweltprobleme einsetzt, einen Zuschuss zu gewähren.

 

ARBEITEN

 

Im Rahmen seiner Befugnisse im Bereich Arbeit hat der ständige Ausschuss auf Vorschlag von Herrn Georges PIRE, Ausschussmitglied, folgende Arbeiten genehmigt:

 

IPES-Institut von Seraing (Schule von Jemeppe)

Erneuerung des Fußbodens der Gymnastikhalle für 24.2002,48 €

 

Polytechnische Schule von Herstal

Anstricharbeiten der Sanitärräume im Erdgeschoss und in den Kellern für 10.536,68 €

 

IPES-Institut von Hespengau (rue de Huy und rue de Sélys)

Anstricharbeiten im Innenbereich (9 Klassen im Nordflügel in der rue de Huy und 5 Klassen in den ehemaligen Gemeindegebäuden in der rue de Sélys) für 49.507,14 €. Zudem werden an der Schule in der rue de Sélys, Abdichtungsarbeiten für insgesamt 54.861,89 vorgenommen.

 

Provinzialer Kulturdienst

Renovierung der Kantinenküche für 25.506,88 €

 

Agronomie-Institut von La Reid

Anstricharbeiten im Klassengebäude für 39.170,29 €

 

IPES-Institut von Verviers

Anstricharbeiten für 36.529 €

 

 

 

 

LANDWIRTSCHAFT

 

Im Rahmen seiner Kompetenzen im landwirtschaftlichen Bereich hat der ständige Ausschuss, auf Vorschlag von Herrn Gaston GERARD, Ausschussmitglied, folgende Entscheidungen getroffen:

 

Die Provinz gewährt dem Dienst „Gegenseitige Hilfe und Vertretung im landwirtschaftlichen Dienst“ (Entraide et Remplacement Agricoles) einen Zuschuss von 24.789,35 €

 

Der ständige Ausschuss hat die Auszahlung des Zuschusses von 24.789,35 € an verschiedene Dienste der gegenseitigen Hilfe und Vertretungen im landwirtschaftlichen Betrieb (SEA und SRA) genehmigt. Diese Geste gilt als Anerkennung und Ermutigung für die Aktivitäten der verschiedenen Dienste in der Provinz Lüttich, die bei Bedarf (körperliche Schwächen, verlängerte Abwesenheit, Arbeitsunfähigkeit usw.) die Vertretung der Verantwortlichen oder der Hilfskräfte eines landwirtschaftlichen Betriebes gewährleisten. Dieser Zuschuss wird wie folgt unter die verschiedenen Dienste aufgeteilt:

 

-         -         SEA Eupen

-         -         SRA Ländliche Gegend

-         -         SRA Lütticher Ardennen

-         -         SRA Hespengau Lütticher Condroz

 

Die Provinz Lüttich gewährt der VoE CIGEST eine finanzielle Unterstützung für ihre Tätigkeiten in der Betreuung der landwirtschaftlichen Betriebe

 

 

Die VoE „Interprofessionelles Zentrum der Verwaltung der Landwirtschaft“ (CIGEST) bietet den landwirtschaftlichen Betrieben der Provinz Lüttich eine Betreuung an. Sie entwickelt verwaltungstechnische, technische und wirtschaftliche Strukturen für landwirtschaftliche Betriebe. Diese soll in folgenden Bereichen Unterstützung bieten:

-         -         die tägliche Verwaltung der landwirtschaftlichen Betriebe zu vereinfachen und zu verdeutlichen,

-         -         dem Verantwortlichen Ratschläge zur Verbesserung der Rentabilität seines Betriebes geben sowie Hilfestellung bei der täglichen Beschlussfassung,

-         -         Berücksichtigung der Staatsreform und insbesondere der letzten Phase der Regionalisierung des Landwirtschaftsministeriums und der Vereinfachung der Verwaltung,

-         -         Beachtung der Marktentwicklung und den neuen Forderungen der Verbraucher, so zum Beispiel die Rückverfolgbarkeit der landwirtschaftlichen Produkte und die Verantwortung der Produzenten.

 

Zur Unterstützung dieser wertvollen Initiativen gewährt die Provinz Lüttich der VoE CIGEST (Waremme) einen Zuschuss von 37.184,03 €.

 

KULTUR

 

Im Rahmen seiner Kompetenzen im Kulturbereich hat der ständige Ausschuss, auf Vorschlag von Herrn Paul-Emile Mottard, Ausschussmitglied, folgende Punkte gutgeheißen:

 

Gewährung von Zuschüssen zugunsten von VoE zur Organisation kultureller Veranstaltungen

 

Vom 13. Oktober 2002 bis 13. Januar 2003 findet in Verviers die Ausstellung über James Ensor statt

 

Das Museum der Schönen Künste und der Keramik von Verviers organisieren vom 13. Oktober 2002 bis 13. Januar 2003 eine Ausstellung über James Ensor mit ca. 150 Gravuren (Lithografien und Kupferstiche). In Zusammenarbeit mit der VoE Kultur „Plus und Dialogue gravé“ werden außerdem Gravur–Ateliers angeboten.

 

Das regionale Kulturzentrum von Verviers entwickelt in Zusammenarbeit mit dem Schöffenamt für Kultur von Verviers und zahlreichen Vereinigungen und Institutionen vor Ort gezielte Aktionen, um ein vielseitiges Publikum aus Verviers und dem ganzen Bezirk sowie die soziokulturellen Vereine über die Schulen zu erreichen. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Fortsetzung der Zielsetzung anlässlich der Jahre 2001 durchgeführten Magnelli-Ausstellung statt, deren Schirmherrschaft die Provinz Lüttich übernommen hatte, namentlich diese Art von Veranstaltung einem breiten Publikum zugänglich zu machen, ihnen die verschiedenen Facetten der Impressionskunst zu zeigen.

 

Um eine bestmögliche Organisation dieser wertvollen Veranstaltung zu ermöglichen, hat der ständige Ausschuss des Provinzialrates von Lüttich einen finanzielle Unterstützung von 3.720 € gewährt. 

 

Messehalle von Coronmeuse : 16. Oktober 2002, Tagung „Insertion. Quels outils ?“(Wiedereingliederung, welche Möglichkeiten?)

 

Am 16. Oktober findet in der internationalen Messehalle von Lüttich die Tagung „Wiedereingliederung. Welche Möglichkeiten?“ statt. Die VoE „Vaincre la pauvreté“ (Die Armut bekämpfen), die Stadt und das ÖSHZ von Lüttich, die Föderation der ÖSHZ der Wallonie und die Union der Städte und Gemeinden der Wallonie empfangen auch die Provinz Lüttich durch die Sozialdienste und „Lüttich-Provinz-Kultur“. Dies gibt unserer Provinz die Möglichkeit, dem benachteiligten Publikum, Möglichkeiten einer besseren Eingliederung in die Gesellschaft anzubieten.

 

Am 25. Oktober 2002 findet in Lüttich die erste Auflage des Panoptica- Festivals statt

 

Am 25. Oktober findet im Haus der Metallurgie in Lüttich die erste Auflage des Panoptica-Festivals statt, das der elektronischen Musik und der bildenden Kunst gewidmet ist. Diese Projekt der VoE Panoptic ist eine Fortsetzung der Organisation des Abschlussabends der zweiten Biennale der Fotographie und der bildenden Kunst, die bereits Musik und Bild zusammenbrachte. Ziel einer solchen Initiative ist die Förderung und die Interaktionen der Kulturen.

 

Das Festival Panoptica verfolgt das gleiche Ziel, namentlich das Treffen verschiedener Künstler aus verschiedenen Disziplinen und verschiedener Nationalität, ihnen einen gemeinsamen Rahmen zu bieten, um ihre Ideen auszutauschen und dadurch originelle Werke zu schaffen.

 

Am 25. Oktober empfängt das Haus der Metallurgie belgische und ausländische Musiker, Videasten, Fotografen und bietet ihnen die Möglichkeit, dort ihre Werke zu zeigen. Ziel des Panoptica-Festivals ist es, unter anderem,  weniger bekannte lokale Künstler die Möglichkeit zu geben, ihre Werke zu zeigen und ihresgleichen aus dem Ausland zu begegnen. Auf die Dauer soll dieses Festival eine jährliche Plattform der neuen elektronischen Kultur werden. 

 

Angesichts der Größenordnung einer solchen Veranstaltung gewährt die Provinz der VoE Panoptic einen Unterstützung von 620 €.

 

Gewährung eines Gesamtzuschusses von 37.184,38 € für das Zentrum für Kreativität und Ausdruck

 

Der ständige Ausschuss des Provinzialrates von Lüttich hat verschiedenen anerkannten Zentren für Kreativität und Ausdruck einen Gesamtzuschuss von 37.184,38 € in folgenden Bereichen gewährt: audiovisueller Ausdruck, Tanz, Musik, Theater und Natur.

 

 

 

 

 

 

 

SPORT

 

Im Rahmen seiner Politik im Bereich „Sport für alle“ hat der ständige Ausschuss, auf Vorschlag von Herrn Gaston Gerard, Ausschussmitglied, folgenden Punkt gutgeheißen:

 

Die Provinz unterstützt die Teilnahme von Herrn Fernand Maréchal beim „L’Augrabies Extrême Marathon“ (Südafrika)

 

In seiner Funktion als Chefredakteur der Tageszeitung „La Gazette des Sports“ ist Fernand MARECHAL natürlich auf allen großen sportlichen Weltveranstaltungen anwesend, so auch bei den letzten Olympischen Spielen in Sydney und er versäumt es nie, seine Vision des Sportes für alle zu verteidigen.

 

Er begnügt sich jedoch nicht damit, die Glanzleistungen der anderen zu verfolgen, so enthusiastisch das auch sein mag. Als engagierter Sportler hat er verschiedene Male an den Weltspielen der Journalisten teilgenommen, verschiedene sportliche Abenteuer durchgeführt, so zum Beispiel ein Ski-Segel-Raid in Lappland, das Sandmarathon 1999, ein 200 Kilometerlauf in 6 Etappen oder die „Trans 333“, ein Etappenlauf, der in der nigerianischen Ténéré-Wüste im Dezember 2001 stattfand.

 

Mit seinen 54 Jahren, Laureat des Sportpreises des Herzens 2002, ausgezeichnet von der Provinz Lüttich im Rahmen der Feste der Wallonie, nimmt er eine weitere sportliche Herausforderung auf; im Oktober 2002 nimmt er am „Augrabies Extrême Marathon“ teil, der auf eine Strecke von 250 km in der Kalahari-Wüste, in Südafrika stattfindet. Die Provinz Lüttich unterstützt diese sportliche Herausforderung.